Von der Antiken zur Miniaturen Malerei

Der Ursprung der Malerei

"In Principio erat Verbum, et Verbum erat apud Deum, et Deus erat Verbum". "Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort". Dreimal "Wort"! Gott erschafft die Welt durch die Sprache - eine einzigartige Variante der vielen Schöpfungsmythen unserer Erde.

Schon 20.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung ritzen Menschen in LASCAUX (Frankreich) erstmal Zeichnungen in den Stein. Und es dauert 17 weitere Jahrtausende, bis eines der entscheidenden Kapitel der der Menschheitsgeschichte beginnt: die Zeit der Schrift!

Nun stellt man sich zwar vor, dass jene, die die ersten Schriftzeichen erfanden oder etwas auf den Stein einritzten, ihr Leben verewigen wollten.

Schon seit einer Million Jahre werden Menschen geboren und sterben: aber sie schreiben erst seit 6000 Jahren!
 

Der Ursprung der Miniatur

Die ENTWICKLUNG der MINIATURKUNST ist eine lange GESCHICHTE. Miniaturen die Portraits von Personen zeigen sind ganz anders als die so genannten Miniaturen, die auf Bücher des Mittelalters gemalt wurden. Diese Miniaturen auf Bücher gemalt, sollten die Seiten mit Abbildungen und Verzierungen dekorieren.

Die "Miniaturen von Personen" sind als "Andenken" an die Person selbst gemalt und zeigen sehr detailliert das "Aussehen" der abgebildeten Person. Sie wurden als "Erinnerung" und als "Geschenk" für eine andere Person hergestellt. Schon bei den Römer in der Hellenistischen Zeit und später in der Augustinischen Zeit, waren die kleinsten Portraits auf Gemmen eingraviert, sehr geliebt. Augustus trug bei sich ständig eine Gemme mit dem Bild von seinem Held und Vorbild "Alexander dem Großen". Kaiser Commodus trug auf seinem Ring ein Bild von seiner Mätresse Marcia als "Amazonin" abgebildet. In den folgenden 1000 Jahren nach dem Untergang Roms, waren Portraits von einzelnen Personen so gut wie in Vergessenheit geraten. Die Künstler waren mehr mit Allegorien oder mit Christlichen Themen beschäftigt.